Mein Deutz - MAH 711

Bedienungsanleitung
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Arbeitsweise des Motors

Der Motor arbeitet im Viertakt. Beim Vorwärtsgang (Saughub) des Kolbens saugt der Motor durch das Einlassventil reine Luft an, die beim Rückgang (Verdichtungshub oder Kompressionshub) auf hohen Druck verdichtet und dabei auf hohe Temperatur gebracht wird. Kurz vor Hubende wird durch die Einspritzpumpe Kraftstoff eingespritzt, der sich an der heißen Luft entzündet und verbrennt. Durch die Verbrennung entsteht eine Drucksteigerung, die den Kolben vorwärts treibt (Ausdehnungs- oder Expansionshub). Beim nächsten Rückgang (Ausschubhub) werden die verbrannten Gase durch das Auslassventil ausgestoßen. Das Schwungrad und der Regler sorgen für gleichmäßigen Gang und gleich bleibende Drehzahl.

Kühlung des Motors
Zylinder und Zylinderkopf werden durch Wasser gekühlt.

1. Verdampfungskühlung (Normalausführung)
 
2. Verdampfungskühlung mit Zusatzgefäß (auch Frischwasserkühlung)
Bei der Durchlaufkühlung ist der Motor an eine Wasserleitung oder Wasserpumpe angeschlossen und wird vom durrchfliesenden Wasser qekühlt. Hierbei muß die zufließende Wassermenge soweit gedrosselt werden, daß die Wassertemperatur am Ablauftrichter 75 Grad nicht unterschreitet!
 
3. Durchflusskühlung (Kondensationskühlung
ausgerüstet werden. Bei Verdampfungskühlung erreicht der Motor schnell die notwendige Betriebswärme, es verdampft jedoch das Kühlwasser, weshalb von Zeit zu Zeit Wasser nachgefüllt werden muss. Bei Verdampfungskühlung mit Zusatzgefäß verdampft das Wasser ebenfalls. Der Wasserdampf wird aber von oben in das Zusatzgefäß geleitet und zwar bis etwa 100 mm über dem Wasserablauf. Beim Aufsteigen des Wasserdampfes im Zusatzgefäß kondensiert der größere Teil, während der Rest ins Freie. abzieht. Der Wasserablauf im Zusatzgefäß muss etwa 100 bis 150 mm über Motormitte angeordnet sein (Bild 1). Bei dieser Anordnung des Zusatzgefäßes erreicht der Motor ebenfalls kurz nach der Inbetriebnahme die notwendige Betriebstemperatur, während die Wassertemperatur im Zusatzgefäß nur allmählich steigt. Nachfüllen von Wasser ist weniger oft erforderlich.

Juli 2011                       © 2003 Knudsen                  Home